Viele Menschen leben allein und möchten trotzdem sicher sein: Kommt im Notfall schnell Hilfe? Ihre Angehörigen fragen sich oft dasselbe. Ein Notruf-Armband ruft per Knopfdruck Hilfe – es erkennt keine Krankheiten und ersetzt keinen Arztbesuch. Unsere Empfehlung: Für die meisten Menschen eignet sich das Beurer Gardia Notrufarmband am besten. Es erkennt Stürze automatisch und funktioniert zu Hause wie unterwegs. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede zwischen den Systemen, mit und ohne Abo. Am Ende wissen Sie genau, welches Modell zu Ihrer Situation passt.
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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Notruf-Armband ruft per Knopfdruck Hilfe — es ist ein Sicherheitsgerät, kein Medizinprodukt.
- Es gibt zwei Grundtypen: einfache Funk-Systeme ohne Abo für zu Hause und mobile Systeme mit eigener SIM-Karte, teils mit Abo-Pflicht.
- Mit anerkanntem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse für ein anerkanntes Hausnotrufsystem einen monatlichen Zuschuss von aktuell rund 27 € (zuvor 25,50 €).
- Automatische Sturzerkennung gibt es nur bei einigen Modellen und ersetzt nie die Aufmerksamkeit von Angehörigen oder Pflegedienst.
- Professionelle Hausnotruf-Dienste wie Johanniter, Malteser oder DRK bieten eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale, kosten aber meist mehr als ein reines Amazon-Gerät.
Wichtig zu wissen
Ein Notruf-Armband ist ein Sicherheitsgerät. Es ist kein Medizinprodukt und erkennt keine Krankheiten. Bei gesundheitlichen Fragen ist der Hausarzt oder ein Pflegedienst die richtige Anlaufstelle. Alle Angaben zu Sturzerkennung, Reichweite und Reaktionszeit in diesem Artikel stammen von den Herstellern oder von Stiftung Warentest. Wir haben die Geräte nicht selbst getestet.
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Unsere Empfehlung: Beurer Gardia Notrufarmband
Für die meisten Menschen ist das Beurer Gardia Notrufarmband die passende Wahl. Es erkennt Stürze automatisch. Über eine eingebaute SIM-Karte funktioniert es zu Hause und unterwegs. Ein eigenes Smartphone braucht die tragende Person dafür nicht. Ein Nachteil vorweg: Ohne ein laufendes Abo funktioniert das Armband nicht — auch der Notfallknopf löst dann keinen Alarm aus. Die Pflegekasse kann die monatlichen Kosten unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen, mehr dazu weiter unten.
Was ist ein Notruf-Armband und wie funktioniert es?
Ein Notruf-Armband ist ein tragbares Gerät fürs Handgelenk. Bei einem Notfall drücken Sie einen Knopf, das Gerät sendet dann ein Signal. Je nach Modell geht dieses Signal an hinterlegte Kontakte wie Familie oder Nachbarn, an eine professionelle Notrufzentrale, oder an beides. Manche Modelle funktionieren über eine eigene SIM-Karte (die kleine Chipkarte, die auch im Smartphone für Mobilfunk sorgt) und lassen sich zusätzlich per GPS orten — eine Standortbestimmung per Satellit, ähnlich wie im Auto-Navi. Andere Geräte erkennen zusätzlich Stürze automatisch, über sogenannte Bewegungssensoren, die Beschleunigung und Lage des Arms messen. Auch ohne Knopfdruck kann so ein Alarm ausgelöst werden, etwa bei Bewusstlosigkeit. Wichtig: Kein Hersteller erkennt jeden Sturz zuverlässig zu hundert Prozent, auch nicht mit moderner Sensorik. Zuverlässige Funktion hängt außerdem von Akkulaufzeit, Reichweite und Netzverbindung ab — die nächsten Abschnitte erklären, worauf es dabei ankommt.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Fünf Punkte unterscheiden die Systeme in der Praxis am deutlichsten voneinander — unabhängig davon, für welches Modell Sie sich am Ende entscheiden.
Reichweite
Bei Funk-Systemen ohne SIM-Karte bestimmt die Reichweite, wie weit Sie sich vom Empfänger entfernen dürfen. Zu Hause reichen im Freien oft 30 bis 150 Meter, durch Wände deutlich weniger. Mobile Systeme mit eigener SIM-Karte sind davon unabhängig. Sie funktionieren überall dort, wo ein Mobilfunknetz verfügbar ist, auch im Garten oder unterwegs.
Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit gibt an, wie lange ein Gerät zwischen zwei Ladungen durchhält. Modelle mit SIM-Karte und Sturzerkennung halten laut Hersteller zwischen zwei Tagen und drei Wochen, je nach Ausstattung. Reine Funk-Sender ohne SIM-Karte kommen mit einer Batterie oft mehrere Monate aus. Ein leerer Akku ist im Ernstfall das größte Risiko. Prüfen Sie den Ladezustand regelmäßig, oder wählen Sie ein Gerät mit Akku-Warnung für Angehörige.
Wasserfestigkeit
Ein Sturz passiert oft im Bad, unter der Dusche oder auf nassen Fliesen. Ein Notruf-Armband sollte deshalb wasserdicht sein. Erkennbar ist das an einer IP-Schutzklasse wie IP67 oder IP68, einer genormten Angabe für Staub- und Wasserschutz. Ein Modell ohne diese Angabe sollten Sie besser nicht mit ins Bad nehmen.
Sturzerkennung
Automatische Sturzerkennung löst auch dann einen Alarm aus, wenn die tragende Person nach einem Sturz nicht mehr selbst den Knopf drücken kann. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber einem reinen Notrufknopf. Die Kehrseite: Nicht jeder Sturz sieht für die Sensorik gleich aus, gelegentliche Fehlalarme sind laut Herstellerangaben möglich. Umgekehrt ersetzt die Technik keine Aufmerksamkeit durch Angehörige oder Pflegedienst.
Mit oder ohne Abo
Manche Geräte funktionieren ganz ohne monatliche Kosten, sobald sie einmal gekauft sind. Andere benötigen zwingend ein Abo (kurz für Abonnement, einen Vertrag mit wiederkehrenden monatlichen Kosten), weil erst darüber die eingebaute SIM-Karte oder die Notrufzentrale aktiv wird. Ohne dieses Abo bleibt der Notfallknopf wirkungslos. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb ein Blick auf die laufenden Kosten, nicht nur auf den Gerätepreis.
Die besten Notrufsysteme im Vergleich
Die folgende Tabelle vergleicht drei unterschiedliche Notrufsysteme: ein mobiles Armband mit Abo, eine GPS-Uhr mit eigener SIM-Karte ohne Abo-Zwang, und ein einfaches Funk-Set für zu Hause. Ehrliche Vor- und Nachteile zu jedem Modell finden Sie im Anschluss an die Tabelle.
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→ Zum Vergleichen wischen
| Modell | Typ | Am besten für | Nachteil | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Beurer Gardia Notrufarmband* unsere Empfehlung | Mobiles Armband mit SIM-Karte und Abo | Automatische Sturzerkennung, zu Hause und unterwegs | Ohne aktives Abo kein Notruf möglich | ca. 200 €* + ab 17,95 €/Monat |
| simvalley MOBILE Notrufuhr* | GPS-Uhr mit eigener SIM-Karte, ohne Abo-Zwang | Ortung auch im Garten oder unterwegs, keine Pflichtkosten | Keine automatische Sturzerkennung | ca. 150 €* + Kosten der eigenen SIM-Karte |
| Daytech Notrufknopf-Set* | Funk-System ohne SIM-Karte, für zu Hause | Günstigster Einstieg, keine laufenden Kosten | Nur innerhalb der Funkreichweite nutzbar | ca. 40 €* |
* Werbe-Link. Der Preis kann sich seit Veröffentlichung geändert haben — bitte direkt bei Amazon prüfen.
Beurer Gardia Notrufarmband
Das Gardia-Notrufarmband von Beurer ist unsere Empfehlung für die meisten Menschen mit erhöhtem Sturzrisiko. Eine eingebaute Roaming-SIM-Karte (eine SIM-Karte, die sich automatisch mit einem verfügbaren Mobilfunknetz verbindet) sorgt für Verbindung, ohne dass ein eigenes Smartphone nötig ist. Bei einem erkannten Sturz oder Knopfdruck werden bis zu sechs hinterlegte Notfallkontakte benachrichtigt, wahlweise zusätzlich ein professioneller 24-Stunden-Notrufdienst.
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- Automatische Sturzerkennung mit Notruffunktion
- Eingebaute Roaming-SIM-Karte, funktioniert ohne eigenes Smartphone
- Wasserdicht nach IP67, Akkulaufzeit laut Hersteller bis zu 21 Tage
- Einrichtung über die App „My Gardia“, auch durch einen Notfallkontakt möglich
ca. 200 €* Gerät, ab 17,95 €/Monat Abo — Preis kann abweichen
- Vorteil: Automatische Sturzerkennung, auch ohne Knopfdruck
- Vorteil: Funktioniert zu Hause und unterwegs über die eingebaute SIM-Karte
- Vorteil: Kein eigenes Smartphone nötig
- Vorteil: Abo-Kosten sind mit anerkanntem Pflegegrad und Genehmigung erstattungsfähig
- Nachteil: Ohne laufendes Abo funktioniert das Armband nicht, auch der Notfallknopf nicht — dafür ist der erste Monat für Selbstzahler kostenlos
- Nachteil: Volle Funktion laut Hersteller nur in Deutschland und Österreich garantiert
Für wen dieses Armband nicht die richtige Wahl ist: Wer keine monatlichen Kosten möchte, findet beim Daytech Notrufknopf-Set weiter unten eine abo-freie Alternative. Das Gleiche gilt für alle, die auf automatische Sturzerkennung verzichten können und lieber selbst eine SIM-Karte wählen.
simvalley MOBILE Notrufuhr
Wer unabhängig von einem festen Abo bleiben möchte, findet in der simvalley MOBILE Notrufuhr eine mobile Alternative. Das Gerät funktioniert mit einer eigenen SIM-Karte, die Sie selbst wählen und einlegen (Prepaid oder Vertrag, nicht im Lieferumfang enthalten). Über GPS lässt sich der Aufenthaltsort im Notfall bestimmen, zusätzlich ist Video-Telefonie über eine App möglich.
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- SOS-Knopf mit bis zu drei hinterlegten Notfallnummern
- GPS-, A-GPS- und WLAN-Ortung, keine automatische Sturzerkennung
- Wasserdicht nach IP68, Akkulaufzeit laut Hersteller bis zu zwei Tagen
- Eigene Nano-SIM-Karte erforderlich, kein Abo zum Gerät selbst
ca. 150 €* Gerät, ohne SIM-Karte — Preis kann abweichen
- Vorteil: Keine Abo-Pflicht zum Gerät, nur die gewohnten Kosten der eigenen SIM-Karte
- Vorteil: Ortung auch im Garten oder unterwegs
- Vorteil: Zusätzliche Video-Telefonie über die App
- Nachteil: Keine automatische Sturzerkennung — der Knopf muss aktiv gedrückt werden
- Nachteil: Akku hält mit rund zwei Tagen deutlich kürzer als beim Beurer-Armband, dafür lädt die Uhr über ein gewöhnliches USB-Kabel
Für wen diese Uhr nicht die richtige Wahl ist: Wer sich vor allem vor unbemerkten Stürzen ohne Knopfdruck absichern möchte, ist beim Beurer Gardia Notrufarmband mit automatischer Sturzerkennung besser aufgehoben.
Daytech Notrufknopf-Set
Das günstigste System in diesem Vergleich kommt ohne SIM-Karte und ohne Abo aus. Ein Sender am Handgelenk sendet per Funk ein Signal an einen tragbaren Empfänger. Dieser meldet sich mit Ton, Licht oder Vibration. Das Set eignet sich vor allem für die eigene Wohnung oder das Haus.
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- Sender als Armband, tragbarer Empfänger mit rund 150 Metern Reichweite im Freien
- Empfänger wiederaufladbar per USB
- Keine SIM-Karte, keine monatlichen Kosten nach dem Kauf
- Mehrere Klingeltöne sowie Vibrations- und Lichtalarm wählbar
ca. 40 €* — Preis kann abweichen
- Vorteil: Günstigster Einstieg im Vergleich
- Vorteil: Keine laufenden Kosten nach dem Kauf
- Vorteil: Einfache Bedienung mit nur einem Knopf
- Nachteil: Funktioniert nur innerhalb der Funkreichweite von Sender und Empfänger — für die eigene Wohnung meist ausreichend
- Nachteil: Keine automatische Sturzerkennung und keine Ortung außerhalb des Hauses
Für wen dieses Set nicht die richtige Wahl ist: Wer viel unterwegs ist oder auf einem großen Grundstück lebt, kommt mit einem reinen Funk-System nicht weit. Hier eignet sich die simvalley-Notrufuhr oder ein professioneller Hausnotruf-Dienst mit Mobilnotruf besser.
Kosten und Abo-Modelle im Überblick
Neben den drei Amazon-Geräten in diesem Vergleich gibt es professionelle Hausnotruf-Dienste, etwa von Johanniter, Malteser oder dem Deutschen Roten Kreuz (DRK). Diese Anbieter stellen ein Basisgerät für die Wohnung, dazu eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale. Die monatlichen Kosten liegen laut den Anbietern meist zwischen ca. 25 € und 30 € für das Grundpaket, je nach Anbieter und Region. Zusatzleistungen wie ein Schlüsselservice oder ein mobiler Notruf mit GPS kosten meist zusätzlich.
Mit einem anerkannten Pflegegrad — einer Einstufung des Pflegebedarfs durch die Pflegekasse, in den Stufen 1 bis 5 — zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss für ein anerkanntes Hausnotrufsystem. Nach aktuellem Recherchestand beträgt dieser Zuschuss seit dem 1. April 2026 rund 27 € monatlich, zuvor lag er bei 25,50 €. Dazu kommt eine einmalige Pauschale von rund 10,49 € für den Anschluss. Pflegegrad 1 reicht für diesen Zuschuss bereits aus, auch wenn andere Leistungen erst ab Pflegegrad 2 greifen. Voraussetzung ist meist, dass die Person allein lebt oder ein erhöhter Sicherheitsbedarf besteht, etwa durch ein Sturzrisiko.
Wichtig: Dieser Zuschuss gilt für ein bei der Pflegekasse anerkanntes Hausnotrufsystem, meist über einen Vertragsanbieter wie Johanniter, Malteser oder DRK. Für die drei Amazon-Geräte in diesem Vergleich ist eine Kostenübernahme nach unserer Recherche nicht vorgesehen — hier zahlen Sie den Gerätepreis und ein eventuelles Abo selbst. Fragen Sie im Zweifel direkt bei Ihrer Pflegekasse nach, welche Systeme aktuell anerkannt sind.
Stiftung Warentest hat Hausnotruf-Dienste zuletzt umfassend im Jahr 2018 geprüft. Am besten schnitten damals ASB, DRK und Malteser ab. Keiner der geprüften Anbieter kam insgesamt über die Note „befriedigend“ hinaus, vor allem wegen Mängeln in den Vertragsbedingungen. Ein aktueller Test einzelner mobiler Notruf-Armbänder liegt uns nicht vor.
Für wen eignet sich was?
Nicht jede Situation verlangt nach demselben System. Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung.
- Für alle mit Pflegegrad, die eine 24-Stunden-Zentrale möchten: ein Hausnotruf-Dienst wie Johanniter, Malteser oder DRK. Der Pflegekassen-Zuschuss deckt einen großen Teil der Kosten.
- Für alle, die Wert auf automatische Sturzerkennung legen: das Beurer Gardia Notrufarmband, auch wenn dafür laufende Abo-Kosten anfallen.
- Für alle, die auch im Garten oder unterwegs erreichbar sein möchten, aber keine feste Abo-Bindung wollen: die simvalley MOBILE Notrufuhr mit eigener SIM-Karte.
- Für ein knappes Budget und reine Nutzung in der Wohnung: das Daytech Notrufknopf-Set.
- Für Angehörige, die für Mutter oder Vater entscheiden: Ein Gerät mit automatischer Sturzerkennung nimmt die größte Sorge, ein Sturz könnte unbemerkt bleiben.
Häufig gestellte Fragen
Zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss zum Notruf-Armband?
Für ein bei der Pflegekasse anerkanntes Hausnotrufsystem, meist über Anbieter wie Johanniter, Malteser oder DRK, zahlt die Pflegekasse ab Pflegegrad 1 einen Zuschuss. Er beträgt nach aktuellem Recherchestand 27 € monatlich, zuvor waren es 25,50 €. Für ein selbst gekauftes Gerät wie die Modelle in diesem Vergleich gilt dieser Zuschuss in der Regel nicht.
Funktioniert ein Notruf-Armband auch im Garten?
Das hängt vom Modell ab. Reine Funk-Systeme ohne SIM-Karte, wie das Daytech-Set in diesem Vergleich, erreichen im Garten oft nur eine begrenzte Reichweite. Mobile Systeme mit eigener SIM-Karte, etwa die simvalley-Notrufuhr oder das Beurer Gardia Notrufarmband, funktionieren dagegen überall dort, wo Mobilfunk verfügbar ist.
Was passiert nach dem Knopfdruck?
Das hängt vom Modell ab. Bei einfachen Funk-Systemen wählt das Gerät hinterlegte Kontakte nacheinander an oder gibt am Empfänger einen Alarm aus. Bei Systemen mit Abo, wie dem Beurer Gardia, entscheidet die vorherige Einstellung: Entweder werden Notfallkontakte informiert, oder eine professionelle Notrufzentrale meldet sich direkt über eine Sprachverbindung.
Braucht es dafür ein Smartphone?
Nein, in den meisten Fällen nicht. Die Person, die das Armband trägt, benötigt kein eigenes Smartphone. Eingerichtet wird das Gerät stattdessen über eine App auf dem Smartphone eines Angehörigen oder Notfallkontakts.
Ist ein Notruf-Armband auch ohne Pflegegrad sinnvoll?
Ja. Ein Pflegegrad ist nur Voraussetzung für den Zuschuss der Pflegekasse, nicht für den Kauf selbst. Alle Geräte in diesem Vergleich lassen sich auch ohne Pflegegrad direkt kaufen und nutzen.
Können Angehörige die Einrichtung übernehmen, ohne selbst vor Ort zu sein?
Bei den mobilen Systemen mit App, etwa dem Beurer Gardia Notrufarmband, lässt sich die Ersteinrichtung vollständig über das Smartphone eines Notfallkontakts erledigen. Ein Besuch vor Ort ist dafür nicht zwingend nötig. Bei einem klassischen Hausnotruf-Dienst kommt dagegen meist einmalig ein Techniker oder ein ehrenamtlicher Helfer ins Haus, um das Basisgerät anzuschließen.
Fazit: Welches Notrufsystem für Senioren ist das richtige?
Für die meisten Menschen mit erhöhtem Sturzrisiko ist das Beurer Gardia Notrufarmband die passende Wahl: automatische Sturzerkennung, kein eigenes Smartphone nötig, dazu ein möglicher Pflegekassen-Zuschuss ab Pflegegrad 1. Wer keine laufenden Kosten möchte, ist mit dem Daytech Notrufknopf-Set für zu Hause gut bedient. Wer viel unterwegs ist, findet in der simvalley-Notrufuhr eine flexible Lösung ohne Abo-Zwang. Und wer eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale möchte, prüft am besten einen Hausnotruf-Dienst wie Johanniter, Malteser oder DRK.
Wenn zusätzlich ein einfaches Handy gesucht wird: unsere Seniorenhandy-Kaufberatung.
Sprechen Sie die Entscheidung nach Möglichkeit gemeinsam mit der Familie durch. Ein Notruf-Armband ersetzt keinen Arztbesuch und keine persönliche Fürsorge — es verschafft im Ernstfall wertvolle Minuten. Bei Unsicherheit hilft oft ein Anruf bei der Pflegekasse oder einem der genannten Hausnotruf-Anbieter weiter.