VPN – Einfach erklärt mit 9 Vor- und Nachteilen

was ist ein vpn
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Ob man im Internet surft, auf seinen liebsten Webseiten einkauft, oder das Online-Banking nutzt: Es besteht immer die Möglichkeit, dass Passwörter, Bankdaten und private Nachrichten von dritten Parteien eingesehen werden, die diese Informationen nichts angehen.

Fatal wird es, wenn diese Daten auf einfache Weise abgefangen werden können und als Folge dessen gestohlen und missbraucht werden. Zum Glück gibt es hierfür eine einfache Lösung ´- ein VPN hilft, sich vor solchen Angriffen zu schützen, und den Besuch im Internet sicherer, und anonymer zu machen.

Lesezeit: ~5 min

Wofür steht VPN?

VPN steht für Virtual Private Network oder zu Deutsch: Virtuelles privates Netzwerk.

Wie der Name schon sagt, wird damit versucht mit einer Software eine private und sichere Verbindung zwischen zwei Netzwerken oder Netzwerkgeräten herzustellen. Das kann eine Verbindung von dir, dem Client, zu einem Server in deiner Firma sein oder auch von deinem Computer zu einem privaten VPN Anbieter über den du dann ins Internet gehst.

Dabei wird der gesamte Datenverkehr verschlüsselt. Das kann dazu dienen eine sichere Verbindung zwischen deinem Computer Zuhause und dem Firmennetzwerk herzustellen.

Aber auch als Privatanwender kann es zu deiner erhöhten Sicherheit beitragen, wenn du beispielsweise in einem Kaffee sitzt und über einen VPN-Anbieter ins Internet gehst, um eine Online-Überweisung zu tätigen.

vpn verschlüsselung

Hinweis: Mit der Verschlüsselung der Verbindung, wird es Hackern und anderen Cyberkriminellen deutlich erschwert deine Daten, wie Passwörter oder E-Mail-Adressen, abzufangen und für sich zu nutzen. Zusätzlich kann ein VPN schädliche Webseiten blockieren und somit verhindern, dass Malware oder sogar Tracker durch solche Webseiten auf dein Gerät geladen werden. Außerdem kann ein VPN deinen aktuellen Standort verschleiern. Zusätzlich verhindert ein VPN sogenannte DNS-Lecks, die im folgenden Absatz näher erklärt werden und es kann deinen Standort verschleiern.

Wie funktioniert ein Virtual Private Network?

Jeder Internetnutzer hat eine einzigartige IP-Adresse, die mit der Postanschrift eines jeden Menschen vergleichbar ist. Damit ist es nicht nur möglich dich anhand deiner IP-Adresse zu identifizieren und deinen genauen Aufenthaltsort ausfindig zu machen, sondern bietet Anderen die Möglichkeit deine Aktivitäten im Internet zu beobachten.

Ein VPN verhindert genau das, in dem dein Datenverkehr zunächst verschlüsselt an einen externen, privaten Server und erst danach von dort aus ins Internet oder Firmennetzwerk geschickt wird. Deine individuelle IP-Adresse wird dabei durch die des VPN-Servers ersetzt und der Datenverkehr ist nur noch bis zum jeweiligen VPN-Server zurückverfolgbar, nicht zu dir persönlich.

Übrigens: Ein Proxy-Server macht im Grunde das gleiche nur alles unverschlüsselt. Dadurch können deine Daten mit Leichtigkeit abgefangen werden, da sie häufig keinerlei oder nur schwache Verschlüsselung verwenden.

vpn und proxy server

Ein VPN stellt also die sicherere der beiden Optionen dar. Auf diese Weise hilft ein VPN auch DNS-Leaks zu verhindern. Ein DNS-Leak ist eine Sicherheitslücke, bei dem manchmal Informationen zur Erkennung des genutzten Rechners direkt zum Internetanbieter weitergeleitet werden.

Durch ein Virtuelles privates Netzwerk wird diese Information nun durch den DNS-Server des jeweiligen VPN-Anbieters geleitet und somit verhindert, dass die Information preisgegeben wird. Bei guten VPN-Anbietern werden deine Daten auf dem VPN-Server nicht gespeichert, somit können diese auch nicht abgerufen werden im Falle dessen, dass ein VPN-Netzwerk selbst das Opfer eines Cyberangriffs werden sollte.

Übrigens: Ein VPN-Anbieter hat in der Regel Server in verschiedensten Ländern der Welt. Dementsprechend bedeutet das auch, dass du grundsätzlich auf alle Streaming-Anbieter und Webseiten der Welt zugreifen kannst, da es nicht zurückzuführen ist, aus welchem Land du wirklich auf die Inhalte zugreifen willst.

6 große Vorteile bei der Verwendung eines VPNs:

  1. Erhöhte Sicherheit
    Der wichtigste Grund für die Verwendung eines VPN ist auch der offensichtlichste: höhere Online-Sicherheit. Die komplette Verbindung wird verschlüsselt. Das bedeutet, dass deine IP-Adresse, Standort, Passwörter und Daten vor potenziellen Hackern, großen Technologieunternehmen oder anderen Personen geschützt sind. Nicht einmal Internetanbieter (ISP – Internet Service Provider) kann dabei sehen, was du so im Internet treibst. Sie erhalten lediglich unlesbare, verschlüsselte Daten vom VPN-Server.
  1. Anonymisierung
    Die Anonymität ist entweder einer der größten Vorteile des Internets oder eines der größten Probleme, je nachdem, wen du fragst. Tatsache ist aber, dass deine Identität bei der normalen Nutzung des Internets offen gelegt ist.

    Mit einem VPN kannst du auf Webanwendungen und Websites zugreifen und dabei die vollständige Anonymität bewahren. Dies macht ein VPN weitaus vorteilhafter als Inkognito-Modi und Web-Proxys, die deine Identität oder Daten nicht vollständig schützen.

    Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: Solltest du deine Identität über ein VPN verbergen, bitten wir dich, dies mit Bedacht zu tun. Das Letzte, was das Internet braucht, ist noch ein Troll der sich hinter seiner Anonymität versteckt.
  1. Fernzugriff
    Da es sich bei einem VPN um ein tatsächliches Netzwerk handelt, kannst du über die Ferne (remote) darauf zugreifen. Dies macht es insbesondere für Unternehmen zu einer großartigen Technologie, die es Mitarbeitern ermöglicht, von außerhalb des Büros zu arbeiten. Unabhängig davon, wo du dich befindest, bleiben deine Daten und Informationen geschützt, solange du das VPN verwendest.
  1. Sicheres Teilen von Daten
    Mit einem VPN kannst du mit anderen, Dateien über einen längeren Zeitraum hinweg gemeinsam nutzen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass Daten gestohlen oder offengelegt werden.
  1. Umgehung von Standortbezogenen Blockierungen und Filtern
    An einigen Orten auf der Welt ist Internet-Zensur Realität und das kann bedeuten, dass jemand mehr oder weniger die Weltanschauung des Benutzers kontrolliert. Aus diesem Grund verwenden immer mehr Menschen VPNs, die blockierte Websites und Internetfilter umgehen können. Eine geniale Sache.
  1. Günstiger einkaufen
    Viele Online-Anbieter machen den Preis ihrer Produkte vom Standort des Kunden Abhängig. Mit einem VPN kannst du einen anderen Standort vorgaukeln und dadurch manchmal einen viel günstigeren Preis herausholen.
    Tipp: Verwende als Standort Indien, da viele Anbieter auf diesen Markt aus sind und die Preise dort manchmal bis zu 80% günstiger sind!

3 Nachteile von VPNs

Trotz all der Vorteile, die dir ein VPN bietet, gibt es dennoch auch Nachteile.

  1. Verbindungsgeschwindigkeit
    Die Geschwindigkeit deiner Verbindung kann eingeschränkt werden. Das liegt daran, dass deine Daten zunächst an den externen Server, statt direkt ins Internet gesendet werden und dies demnach einen Augenblick länger dauern könnte. Bei guten VPN-Anbietern ist dieses Problem nicht so groß.
  1. Eingeschränkte Nutzung bei manchen Online-Diensten
    Manche Online-Anbieter, wie zum Beispiel PayPal oder diverse Online-Banking Portale sehen die Verwendung eines VPNs als problematisch an, da deine Aktivität dann eben nicht mehr zurückverfolgt werden kann. Als Folge dessen kann es sein, dass dein Konto gesperrt wird oder du keinen Zugriff auf diesen Dienst hast.
  1. Anonymisierung
    Ja, einer der größten Vorteile eines VPNs ist gleichzeitig auch ein Nachteil, denn nicht jeder im Internet hat gute Absichten und auch diese Personen können sich mit einem VPN schützen.

Ist die Nutzung legal?

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob VPNs überhaupt legal sind und die Antwort ist: Ja! Das ist jedenfalls in den meisten Ländern der Fall, nicht aber in China, Russland, der Türkei und einer Handvoll mehr, in denen der Staat deren Nutzung als eine Bedrohung ansieht.

VPNs werden zwar auch für illegale Aktivitäten missbraucht, doch überwiegen die positiven Aspekte die Negativen und es gibt zahlreiche legitime Einsatzgebiete für VPNs. Wichtig zu erwähnen wären hier große Unternehmen und Firmen, die ihre Arbeitsumgebung sicherer machen möchten, aber auch den praktischen Aspekt des Arbeitens ausbauen wollen: durch VPNs kann der Zugriff von Zuhause auf Firmennetzwerke gewährleistet und die Arbeit im Home-Office möglich gemacht werden.

Welchen VPN-Anbieter sollte man nutzen?

Bei der Anschaffung ist zu beachten, dass man einen vertrauenswürdigen VPN-Anbieter aussucht und sich dazu ausreichend im Voraus informiert. Die VPN Anbieter können auf deine Aktivitäten zugreifen. Um sicherzugehen, lohnt es sich ein wenig Zeit in die Recherche zu investieren, denn seriöse Anbieter leisten den Datenschutzrichtlinien Folge und ergreifen alle nötigen Sicherheitsmaßnamen, um die Nutzer zu schützen. Am besten schaut man sich Vergleichstests im Internet an, um die besten VPN-Anbieter zu finden.

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Achtung: Es gibt auch kostenlose VPN-Anbieter, von diesen Raten wir jedoch ab! Nicht nur, dass die Geschwindigkeit eingeschränkt ist, es ist auch eine Tatsache das nichts kostenlos ist, auch wenn es behauptet wird. Oft ist es so das deine Daten und Nutzungsverhalten weiterverkauft werden. Außerdem ist es schon vorgekommen, das komplette Datensätze mit Kreditkarteninformationen von Kostenlosen VPN-Anbieter geleakt wurden. Dann ist es doch besser, wenn man einfach gar keinen VPN nutzt oder einfach einen Proxy-Server.

Fazit

Für uns steht fest: VPN ist etwas für jeden, der Sicherheit im Netz schätzt und seine Daten und privaten Informationen nicht gerne in fremde Hände legt.

Die häufigste Verwendung von VPN findet man immer noch bei Unternehmen aber auch Privatnutzer fühlen sich oftmals sicherer, wenn ihre Daten nicht von unbefugten Dritten abgefangen und eingesehen werden. Eine VPN-Verbindung ist außerdem äußerst ratsam, wenn du dich etwa in einem öffentlichen WLAN-Netzwerk in dein Online-Banking einloggst, da du damit verhinderst, dass deine Daten von Dritten gestohlen werden können.

Vielleicht hat es also auch dein Interesse geweckt.

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