Sie geben eine Adresse ein oder tippen auf ein Lesezeichen, und Sekunden später steht eine fertige Webseite auf dem Bildschirm. Was dahinter passiert, bleibt meist unsichtbar. Das Internet ist ein weltweites Netz aus Millionen miteinander verbundenen Computern, die ständig Daten austauschen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie das im Hintergrund abläuft, was ein Server ist und wem das Internet eigentlich gehört.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Internet ist ein weltweites Netz aus Millionen miteinander verbundenen Computernetzwerken.
- Ein Server ist ein spezieller Computer, der Webseiten und andere Dienste bereitstellt.
- Beim Aufrufen einer Webseite sendet Ihr Browser eine Anfrage an einen Server und erhält die Seite zurück.
- Niemand besitzt das Internet als Ganzes – es gehört keiner einzelnen Firma oder Regierung.
- Für die breite Öffentlichkeit zugänglich wurde das Internet erst in den 1990er-Jahren.
Eine einfache Erklärung
Stellen Sie sich das Internet wie ein riesiges Postnetz zwischen Millionen Häusern vor. Jedes Haus ist ein Computer. Jeder Brief ist ein kleines Datenpaket. Damit ein Brief am richtigen Haus ankommt, braucht er eine eindeutige Adresse – im Internet heißt diese Adresse IP-Adresse. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel Was ist eine IP-Adresse?
Wichtig zur Abgrenzung: Das Internet ist das weltweite Netz selbst. WLAN ist nur die drahtlose Verbindung zwischen Ihren Geräten und Ihrem Router zu Hause. Den genauen Unterschied erklären wir in Unterschied zwischen WLAN und Internet.
Was ist ein Server?
Ein Server (vom Englischen „to serve“, bedienen) ist ein Computer, der anderen Computern Dienste zur Verfügung stellt. Vergleichbar ist das mit einem Kellner in einem Restaurant: Er nimmt eine Bestellung entgegen und bringt die passende Antwort – nur dass die Bestellung hier eine Webseite ist und die Antwort in Sekundenbruchteilen ankommt.
Jede Webseite, die Sie besuchen, liegt auf einem solchen Server, oft weit entfernt in einem Rechenzentrum. Damit die Daten dorthin und wieder zurückfinden, nutzt das Internet eine einheitliche Sprache: das Internet-Protokoll. Es sorgt dafür, dass Datenpakete unabhängig vom Gerätetyp ihren Weg finden – egal ob Windows-PC, iPhone oder Smart-TV.
Was passiert, wenn Sie eine Webseite aufrufen?
Der Vorgang läuft in drei kurzen Schritten ab, jedes Mal in Sekundenbruchteilen. Ihr Browser (das Programm, mit dem Sie im Internet surfen, zum Beispiel Chrome oder Safari) übernimmt dabei die Vermittlerrolle. Mehr zum Browser selbst lesen Sie in unserem Artikel Was ist ein Browser? Einfach erklärt.
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Ihr Browser sendet eine Anfrage
Sie tippen eine Adresse ein oder klicken auf einen Link. Der Browser übersetzt das in eine Anfrage und schickt sie los.
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Der richtige Server nimmt die Anfrage an
Die Anfrage reist über mehrere Zwischenstationen zum passenden Server. Dieser sucht die angeforderte Seite oder die passenden Daten heraus.
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Die Antwort kommt zurück und wird angezeigt
Der Server schickt die Webseite als Datenpakete zurück. Ihr Browser setzt diese Pakete zusammen und zeigt die fertige Seite an.
Wem gehört das Internet?
Kurz gesagt: niemandem allein. Das Internet ist kein einzelnes Produkt einer Firma, sondern ein Zusammenschluss unzähliger Netzwerke – von Internetanbietern, Universitäten, Unternehmen und Behörden weltweit. Jeder Betreiber verwaltet nur sein eigenes Stück des Netzes.
Erste Vorläufer des Internets gab es bereits in den 1960er-Jahren, zunächst für militärische und wissenschaftliche Zwecke. Für die breite Öffentlichkeit wurde es erst in den 1990er-Jahren zugänglich, auch dank des World Wide Web, das 1991 am Forschungszentrum CERN vorgestellt wurde. Seitdem ist das Internet zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden – ohne dass eine einzelne Organisation darüber bestimmt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Internet und World Wide Web?
Das Internet ist das gesamte weltweite Netzwerk aus verbundenen Computern. Das World Wide Web (abgekürzt WWW) ist nur ein Dienst darin – der Teil, mit dem Sie Webseiten aufrufen. E-Mail oder Videotelefonie laufen ebenfalls über das Internet, aber nicht über das WWW.
Kann das Internet abgeschaltet werden?
Ein einzelner Schalter für das gesamte Internet existiert nicht, weil es aus unzähligen unabhängigen Netzwerken besteht. Einzelne Länder können den Zugang innerhalb ihrer Grenzen einschränken, das weltweite Netz als Ganzes lässt sich so aber nicht abschalten.
Brauche ich für das Internet immer WLAN?
Nein. WLAN ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, auf das Internet zuzugreifen. Ein Netzwerkkabel oder eine mobile Datenverbindung über die SIM-Karte funktionieren ebenso.
Warum ist eine Webseite manchmal nicht erreichbar?
Meist liegt es am Server, auf dem die Seite gespeichert ist – er ist zum Beispiel überlastet oder wird gerade gewartet. Seltener liegt es an Ihrer eigenen Internetverbindung. Ein Test mit einer anderen Webseite zeigt schnell, wo das Problem liegt.
Wie sicher sind meine Daten im Internet?
Das hängt stark davon ab, welche Seiten und Dienste Sie nutzen. Eine gesicherte Verbindung erkennen Sie am Schloss-Symbol in der Adresszeile Ihres Browsers. Grundsätzliche Vorsicht bei unbekannten Links und Anhängen bleibt trotzdem wichtig.
Fazit: Ein Netz ohne zentralen Besitzer
Das Internet ist ein weltweites Netz aus Millionen verbundenen Computern und Servern. Beim Aufruf einer Webseite tauschen Browser und Server in Sekundenbruchteilen Daten aus. Niemand besitzt das Internet allein – es lebt vom Zusammenspiel unzähliger einzelner Netzwerke. Genau das macht es robust und gleichzeitig schwer zu kontrollieren.
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