💡 IP-Adresse verständlich für Anfänger erklärt

Wir sprechen zwar immer wieder von der sogenannten IP-Adresse, doch vielen ist nicht gänzlich klar, um was es sich dabei konkret handelt. Woraus besteht eine IP-Adresse, wer stellt sie aus und wozu dient sie? In diesem Artikel geben wir dir Antworten auf all die Fragen und einen verständlichen Überblick zum Thema.

Lesezeit: 3 min

1. Dein digitaler Fingerabdruck

Es stimmt, deine IP-Adresse ist sozusagen dein digitaler Fingerabdruck, mit dem du im Netzwerk als auch im World Wide Web erkannt und gespeichert wirst.

Genau wie ein Fingerabdruck ist dabei auch deine IP-Adresse einzigartig und ermöglicht damit die klare Identifizierung.

IP-Adresse ist dein Fingerabdruck im Internet
💡 IP-Adresse verständlich für Anfänger erklärt 2

Dabei handelt es sich jedoch um den Fingerabdruck deines Gerätes, sei es dein Laptop, dein Smartphone oder dein Tablet oder Drucker.

Durch die IP-Adresse kann das Gerät sowohl innerhalb des (Heim-)Netzwerkes als auch online im Internet erkannt und auch entsprechend angesteuert werden.

Ohne eine IP-Adresse wüsste beispielsweise dein PC nicht, wohin er die zu druckenden Daten senden soll und sie würden so quasi im leeren Raum verloren gehen bzw. der Druckauftrag nicht ausgeführt werden.

Als digitaler Fingerabdruck beinhaltet deine IP-Adresse bestimmte Informationen über dich als User*in. So lässt sich aufgrund deiner IP-Adresse sagen, welchen Internet-Provider du nutzt und in welchem Land bzw. in welchem Land du dich befindest.

Oft ist zudem aufgrund der IP-Adresse erkennbar, bei welchem Provider du bist.

Dein Internet Provider selbst kann zudem über die dir vergebene IP-Adresse einerseits deinen Datastream nachverfolgen und weiß so, zumindest theoretisch, welche Seiten du besucht und welche Dateien du heruntergeladen hast.

Doch keine Angst, grundsätzlich ist dieses konkrete Wissen für große Internetprovider nicht sonderlich interessant und sie sind zudem dazu verpflichtet, alle Verlaufsdaten nach Beendigung einer Internetverbindung zu löschen.

2. Private vs. öffentliche Netzwerke

Dabei gilt die IP-Adresse betreffend zwischen privaten und öffentlichen Netzen bzw. Netzwerken zu unterscheiden.

Denn wirklich einzigartig sind eigentlich nur IP-Adressen, die von öffentlichen Netzwerken, also beispielsweise im Internet vergeben werden.

In privaten Heimnetzwerken wiederum sind die vergebenen IP-Adressen nicht bedingungslos einzigartig.

So kann es theoretisch sein, dass die an deinen Laptop vergebene IP-Adresse die gleiche ist, wie die IP-Adresse des Druckers oder Tablets in einem anderen privaten Heimnetzwerk.

Dies führt jedoch nicht zu weiteren Problemen, da es sich bei diesen privaten Netzwerken um geschlossene und eben nicht öffentliche Netzwerke handelt, die jeweils nie miteinander interagieren werden.

3. Wer vergibt IP-Adressen?

Wie bereits angedeutet, werden IP-Adressen vergeben – jedoch grundsätzlich nicht von dir, sondern vielmehr von deinem Provider. Und hier gilt es nun zwischen dem Heimnetzwerk oder dem öffentlichen Netzwerk zu unterscheiden.

Denn im Heimnetzwerk erhält jeweils dein Router eine IP-Adresse vom Provider zugewiesen. Der Router wiederum generiert dann einzelne IP-Adressen für die dem Heimnetzwerk angeschlossenen Geräte, also dein Tablet, dein PC etc.

Sie werden gleichzeitig nur zur Kommunikation innerhalb des Heimnetzwerks verwendet und es besteht meist eine begrenzte, bestimmte Anzahl von ihnen.

Greifst du jedoch von zu Hause aus auf das Internet zu, wird wiederum die vom Provider zugewiesene IP-Adresse verwendet, egal mit welchem Gerät du auf das Internet zugreifst.

Sollte aus irgendeinem Grund die Identifizierung des spezifischen Gerätes notwendig sein, kann dies über die sogenannte MAC-Adresse gemacht werden.

Die vom Provider zugewiesene IP-Adresse wird übrigens dynamisch vergeben, so braucht der Provider um einiges weniger IP-Adresse als er Kunden hat, weil die Kunden nie alle gleichzeitig im Internet sind.

Zudem erhält der Router jeweils bei jedem neuen Internetzugriff eine neue IP-Adresse und meistens trennt der Provider nach 24 Stunden eine anhaltende Internetverbindung kurz, um eine frische IP-Adresse zu vergeben.

Kleiner Einschub an dieser Stelle: Es gibt auch sogenannte statische IP-Adressen, die sich nie ändern. Diese sind immer unter der gleichen bzw. ihrer URL zu erreichen.

Dies ist meist bei bestimmten, einzelnen Websites wie t-online.de der Fall oder bei Servern oder Netzwerk-Druckern.

Wenn du dich zu guter Letzt außerhalb deines Heimnetzwerks befindest und ins Internet gehst, wird dir von deinem Provider eine für diesen Zeitpunkt und das spezifische Gerät gültige IP-Adresse zugewiesen.

Dabei handelt es sich um eine unique, sprich einzigartige IP-Adresse, die eben dieselben Eigenschaften wie ein Fingerabdruck hat.

4. Der Aufbau von IP-Adressen

Es gibt zwei Standards nach denen IP-Adresse aufgebaut werden. Dabei ist der ältere von beiden der IPv4 Standard. Eine typische IP-Adresse nach diesem lautet 192.168.0.1.

Dabei werden also vier Zahlen zwischen 0 und 255 mit einem Punkt voneinander getrennt als IP-Adresse verwendet. Das Problem ist jedoch, dass sich nach diesem System nur eine eingeschränkte Zahl an IP-Adressen generieren lässt.

Deshalb werden heutzutage immer öfter auch IP-Adressen nach den IPv6 Standard verwendet. Dieser besteht aus acht Zeichenblöcken, in denen sowohl Zahlen als auch Buchstaben verwendet werden.

Eine solche IP-Adresse könnte beispielsweise so aussehen: fe90:0010:0000:0000:0000:0000:0000:0001.

Dabei können zur besseren Erkenntlichkeit die Nuller-Blöcke auch gekürzt werden, wobei die gekürzte Version des gezeigten Beispiels dann fe90:0010::1 lauten würde.

 Diese Heim-IP-Adressen beginnen jeweils immer mit 192.168.0 und erhalten ihre Endung vom Router, wobei er jeweils mit der niedrigsten Zahl beginnt.

Fazit – Was ist eine IP-Adresse?

Alles in allem können wir also festhalten, dass IP-Adressen notwendig sind, damit verschiedene Quellen bzw. Geräte miteinander kommunizieren können und Daten transportiert werden können.

Sie enthalten notwendige Informationen, auch über uns als User*innen, die nachverfolgt werden können und tragen so auch zur allgemeinen Sicherheit im Netz bei.

Vergeben werden sie jeweils vom verwendeten Internet Provider und es gibt sowohl statische als auch dynamische IP-Adressen, sowie es auch solche nach dem IPv4 Standard und solche nach dem IPv6 Standard gibt.

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