Cookies auf Webseiten – leicht verständlich erklärt!

was sind cookies - beitragsbild

Was genau sind eigentlich Cookies? Wie funktionieren sie und was unterscheidet „gute“ von „bösen“ Cookies? Das und mehr beantworten wir in diesem Artikel – und zwar so einfach, dass es sogar deine Oma verstehen würde! Hier sind die 5 wichtigsten Fragen und Antwort zu Cookies im Internet.

Lesezeit: ~4 Min

Benötigte Vorkenntnisse:

  • Keine

1. Was sind Cookies?

webseit cookies sind nicht zum essen da

Ich muss dich enttäuschen – bei Cookies im Internet handelt es sich (leider) nicht um leckere Plätzchen. Cookies sind kleine Textdateien von Webbrowsern und Internetseiten, die bestimmte Nutzerdaten abspeichern. Zum Beispiel Login-Daten oder individuelle Einstellungen. Das kann das Surfen im Internet angenehmer gestalten – denn mit Cookies können sich Webseiten an dich erinnern, wenn du die Webseite das nächste Mal besuchst.

Cookies können den Nutzer jedoch auch „ausspionieren“, um individualisierte Werbung zu schalten. Sowohl Webseiten als auch Drittanbieter (zum Beispiel Werbefirmen) können Cookies setzen.

2. Wie funktionieren Cookies?

Veranschaulichen wir die Funktionsweise eines Cookies mit dem folgenden Beispiel:

  • Nehmen wir an, du besuchst einen Online-Shop. Du tippst die Adresse des Shops in deinen Webbrowser und der Browser sendet die Anfrage an den Webserver des Online-Shops. Dieser sendet dann eine Antwort und die Seite des Online-Shops wird im Webbrowser geladen.
  • Nun stöberst du durch den Online-Shop. Du besuchst verschiedene Unterseiten des Shops und legst verschiedene Produkte in den Warenkorb. Genau hier kommen die Cookies ins Spiel. Für den Webserver geschehen die einzelnen Seitenaufrufe nämlich unabhängig voneinander. Nur dank der Cookies weiß die Webseite, dass du vorher Produkte in den Warenkorb gelegt hast. Jedes Mal, wenn du eine neue Unterseite des Shops besuchst, sendet der Browser die Cookie-Informationen an den Webserver. Ohne Cookies wären die ausgewählten Produkte verschwunden, sobald du eine neue (Unter-)Seite besuchst.
  • Der Cookie wird immer im Browser abgelegt. Wenn du denselben Shop später erneut besuchst, sendet der Browser die Textdatei zurück an die Webseite. Die Webseite „liest“ dann die Textdatei und kann erkennen, was du bei deinem vorherigen Besuch getan hast bzw. welche Produkte im Warenkorb liegen. Cookies helfen also, den Nutzer wiederzuerkennen – bzw. bestimmte Verhaltensweisen oder Aktionen des Nutzers wiederherzustellen.

Übrigens: Cookies kannst du mit einem gewöhnlichen Textprogramm erstellen. Ein Cookie hat meist nur eine Zeile. Diese enthält vor allem Informationen zum Namen des Cookies, Wert, Ablaufdatum, Internet-Domain und die Verbindungsart.

funktion von cookies

3. Wie lange bleiben Cookies?

Cookies haben gewöhnlicherweise ein Verfallsdatum. Diese „Lebensdauer“ der Cookies bestimmt, wie lange die Nutzerdaten im Browser gespeichert bleiben. Viele Cookies – zum Beispiel sogenannte Session Cookies – verfallen automatisch, sobald der Nutzer die Internetsitzung beendet. Andere Cookies können jahrelang im Browser bleiben, wenn der Nutzer sie nicht löscht.

Übrigens: Früher sprach man von „Magic Cookies“ – und bezeichnete damit alle Datenpakete, die verschiedene Computer miteinander austauschten. Heutzutage steht der Begriff Cookies vor allem für HTTP-Cookies.

4. Was für Cookies gibt es?

Man unterscheidet nicht nur zwischen kurz- und langlebigen Cookies: Es gibt unterschiedliche Cookies für unterschiedliche Zwecke. Man kann beispielsweise zwischen „guten“ und „bösen“ Cookies unterscheiden:

gute cookies
  • Gute Cookies sind beispielsweise die bereits erwähnten Session Cookies. Sie sorgen dafür, dass die Waren beim Surfen im Warenkorb bleiben, dass Voreinstellungen automatisch übernommen werden – oder dass du Login-Daten nicht jedes Mal neu eingeben musst. Session Cookies sind beispielsweise für das Online-Banking wichtig. Die Cookies speichern die Daten nur so lange, bis der Nutzer die Verbindung zum Webserver unterbricht.

Übrigens: Bei Session Cookies kann man weiter in sogenannte „Secure-Cookies“ unterscheiden. Dies sind „normale“ Cookies, die jedoch verschlüsselt sind – wie am Kürzel „https“ vor der Internetadresse zu erkennen ist. Der Inhalt solcher Cookies ist vor Hackern sicher.

  • Böse Cookies sind vor allem Tracking Cookies. Wenn du eine Webseite besuchst, können Werbedienste per Werbebanner einen Tracking-Code in deinem Browser platzieren. Solche Cookies bleiben meist jahrelang im Browser und helfen den Betreibern, das Nutzerverhalten zu analysieren und personalisierte Werbung zu schalten. Warum funktioniert das? Weil Werbung häufig über dieselben Adserver geschaltet werden. Wenn du auf mehreren Webseiten surfst, die vom gleichen Werbedienst beliefert werden, sind umfangreiche Rückschlüsse möglich. Was schaut sich der Nutzer im Internet an? Wonach sucht er? Wofür interessiert er sich? Das und mehr kann mit Tracking Cookies analysiert werden.

Wichtig: Tracking Codes sind nicht per se böse. Während einige Anwender Tracking-Cookies als Eingriff in die Privatsphäre bewerten, empfinden andere die personalisierte Werbung durchaus als angenehm.

5. Was sind Drittanbieter-Cookies?

In den meisten Fällen stammen Cookies von der aufgerufenen Webseite. Drittanbieter kommen nicht von der besuchten Webseite, sondern von einer anderen Domain.

Ein Beispiel:

Wenn du die Webseite der Süddeutschen Zeitung besuchst, stammen nicht alle Inhalte von der Süddeutschen Zeitung. Vielleicht stolpert du über einen Werbebanner – dieser kommt dann direkt von der Domain des Werbetreibenden. Genauso wie die Social Media Button zum Teilen von Artikeln. Diese kommen dann beispielsweise direkt von den Twitter-Servern.

Solche Inhalte von Drittanbietern können sogenannte Drittanbieter-Cookies in deinen Browser setzen. Wenn du beispielsweise weitere Webseiten besuchst, die denselben Werbebanner oder denselben Twitter-Button einbinden, dann wissen die Werbepartner und Twitter, welche Webseiten du besucht hast.

Hinweis: Ich verwende auf dieser Seite selber einige dieser Drittanbieter Cookies wie Beispielsweise Google Analytics. Dadurch bin ich in der Lage das allgemeine Nutzungsverhalten auf dieser Seite besser zu verstehen und darauf zu reagieren. Was bedeutet, dass ich die Seite optimieren kann damit du eine angenehmere Nutzungserfahrung hast.

Natürlich kannst du sämtliche Cookies jederzeit löschen. Das funktioniert in jedem Browser mit wenigen Klicks!

Cookies löschen bei Google Chrome

Cookies beim Firefox löschen

Cookies auf Apples Safari Browser löschen

Drittanbieter Cookies

Schlusswort

Alles in allem können uns Cookies das Online Leben erleichter, manche von ihnen sind aber auch zu unserem Nachteil.

Ich verwende meine Browser mittlerweile immer mit eingeschalteten “Tracking verhindern”, was das Verwenden von Trackingcookies auf allen Seiten verhindert.

Lass mir gerne ein Kommentar da und erzähl mir was du von Cookies hältst. Das würde mich wirklich interessieren!

Hier noch weiter Ideen, falls du noch was dazu lernen möchtest:

Was ist eigentlich das Internet? Und wie funktioniert es?

Was ist ein Passwort Manager und warum sollte jeder einen verwenden?

Was ist der Unterschied zwischen WLAN und Internet? [einfach erklärt]

Was ist WLAN / WiFi? [Verständlich erklärt für nicht-Techniker]

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