Sie drucken selten, trotzdem sind die Patronen im Drucker plötzlich wieder leer oder eingetrocknet. Unsere Empfehlung vorweg: Für die meisten Haushalte lohnt sich ein Tintentank-Gerät wie das Epson EcoTank ET-2870 oder ein Schwarzweiß-Laserdrucker wie das Brother HL-L2400DW deutlich mehr als ein klassischer Einsteiger-Tintenstrahldrucker mit Patronen. In diesem Ratgeber vergleichen wir die wichtigsten Modelle für 2026 und rechnen die tatsächlichen Kosten pro Seite ehrlich vor. Am Ende wissen Sie, welcher Drucker zu Ihrem Druckverhalten passt.
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Das Wichtigste in Kürze
- Nicht der Kaufpreis, sondern die Kosten pro Seite entscheiden über den echten Preis eines Druckers.
- Wer selten druckt, ist mit einem Tintentank-Gerät oder einem Laserdrucker besser bedient als mit klassischen Patronen.
- Günstige Einsteiger-Tintenstrahldrucker trocknen bei seltenem Gebrauch schnell ein und verursachen dann hohe Folgekosten.
- WLAN-Druck vom Handy funktioniert bei den meisten aktuellen Druckern ohne zusätzliche App, über AirPrint oder Mopria.
- Die Anschaffungspreise reichen von rund 110 € bis 230 €, abhängig von Technik und Funktionsumfang.
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Unsere Empfehlung: Epson EcoTank ET-2870
Das Epson EcoTank ET-2870 druckt, scannt und kopiert, und arbeitet mit Tintentanks statt Patronen. Ein Nachteil vorweg: Der Anschaffungspreis liegt spürbar über dem eines einfachen Einsteiger-Tintenstrahldruckers. Dafür sinken die Kosten pro Seite danach deutlich. Wer nur drucken möchte und auf Scannen verzichten kann, findet weiter unten mit dem Brother HL-L2400DW eine günstigere Alternative.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Fünf Punkte entscheiden bei einem Drucker für zuhause über die tatsächliche Zufriedenheit — deutlich mehr als der Kaufpreis allein.
Kosten pro Seite: der eigentliche Kostenfaktor
Ein günstiger Drucker mit teuren Patronen ist auf Dauer oft die teurere Wahl. Bei klassischen Tintenstrahldruckern kostet eine neue Patrone häufig 15 bis 25 €, reicht aber nur für wenige Hundert Seiten. Ein Tintentank-Gerät wie das Epson EcoTank ET-2870 wird stattdessen mit Nachfüllflaschen befüllt. Eine Füllung reicht laut Epson für bis zu 4.500 Seiten in Schwarz, die Seite kostet dadurch nur einen Bruchteil einer klassischen Patrone. Ein Laserdrucker wie das Brother HL-L2400DW arbeitet mit Toner (feinem Pulver statt Flüssigkeit) und erreicht ähnlich niedrige Kosten pro Seite bei reinem Textdruck.
Tintenstrahl oder Laser für Wenigdrucker?
Wer nur gelegentlich druckt, etwa einmal pro Woche oder seltener, sollte auf die Technik besonders achten. Klassische Tintenstrahldrucker mit Patronen trocknen bei seltenem Gebrauch an den feinen Druckdüsen ein, weil die Tinte in den Düsen antrocknet, wenn sie zu lange steht. Das Ergebnis sind blasse oder gestreifte Ausdrucke, oft direkt nach dem Kauf. Toner in einem Laserdrucker trocknet dagegen nicht ein, weil er als Pulver vorliegt, kein flüssiges Medium ist. Tintentank-Geräte wie das Epson EcoTank sind zwischen beiden einzuordnen: Sie trocknen seltener ein als klassische Patronen, sind aber technisch weiterhin Tintenstrahldrucker. Für sehr seltenes Drucken ist ein Laserdrucker deshalb ehrlicherweise die zuverlässigste Wahl.
WLAN-Druck vom Handy: AirPrint und Mopria einfach erklärt
Alle drei Geräte in diesem Vergleich lassen sich ohne Kabel über das heimische WLAN ansteuern. Bei einem iPhone übernimmt dabei die Funktion AirPrint automatisch die Verbindung: Sie öffnen ein Foto oder Dokument, tippen auf „Teilen“ und dann auf „Drucken“ — der passende Drucker im selben WLAN erscheint von selbst. Bei einem Android-Smartphone erledigt dies der Mopria-Standard, ein herstellerübergreifendes System für WLAN-Druck, das auf den meisten aktuellen Druckern bereits vorinstalliert ist. Eine zusätzliche App ist in beiden Fällen normalerweise nicht nötig.
Bedienfeld und Papierstau
Ein einfaches Bedienfeld mit wenigen, klar beschrifteten Tasten reduziert Fehlbedienung. Ein automatischer Vorlageneinzug (ADF, ein Fach, das mehrseitige Dokumente selbstständig einzieht) erspart das einzelne Auflegen jeder Seite beim Scannen oder Kopieren. Papierstau lässt sich bei keinem Drucker völlig ausschließen, tritt aber bei Geräten mit stabilerer Papierführung seltener auf als bei einfachen Einsteigermodellen mit dünnem Papierfach.
Die besten Drucker für zuhause im Vergleich
Die folgende Tabelle vergleicht drei Geräte für unterschiedliche Druckgewohnheiten. Ehrliche Vor- und Nachteile zu jedem Modell finden Sie im Anschluss an die Tabelle.
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→ Zum Vergleichen wischen
| Modell | Technik | Scannen/Kopieren | Kosten pro Seite | Nachteil | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Epson EcoTank ET-2870* unsere Empfehlung | Tintentank | Ja | Sehr niedrig | Höherer Anschaffungspreis als einfache Tintenstrahldrucker | 180 €* |
| Brother HL-L2400DW* | Schwarzweiß-Laser | Nein | Niedrig bei Textdruck | Kein Scannen oder Kopieren möglich | 120 €* |
| Brother DCP-L2660DW* | Schwarzweiß-Laser | Ja, inkl. Vorlageneinzug | Niedrig bei Textdruck | Teuerstes Gerät, kein Farbdruck möglich | 230 €* |
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Epson EcoTank ET-2870
Das Epson EcoTank ET-2870 ist unsere Empfehlung für die meisten Haushalte, weil es drucken, scannen und kopieren kann und dabei auf teure Patronen verzichtet. Die Tintentanks sitzen sichtbar an der Seite des Geräts und lassen sich mit Nachfüllflaschen auffüllen. Laut Epson reicht eine Füllung für bis zu drei Jahre normalen Gebrauch, je nach Druckmenge. Das Gerät eignet sich damit besonders für Haushalte, die auch gelegentlich Fotos vom Handy ausdrucken möchten — mehr zum Übertragen von Fotos vom Smartphone auf den Computer erklären wir in unserem Ratgeber Fotos vom Handy auf den PC übertragen.
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- Drucken, Scannen und Kopieren in einem Gerät
- Tintentanks statt Patronen, Nachfüllflaschen statt Einzelkauf
- WLAN-Druck über AirPrint (iPhone) und Mopria (Android)
- Laut Hersteller Tintenvorrat für bis zu 3 Jahre im Lieferumfang
ca. 180 €* — Preis kann abweichen
- Vorteil: Sehr niedrige Kosten pro Seite über die Lebensdauer
- Vorteil: Kann drucken, scannen und kopieren
- Vorteil: Trocknet seltener ein als klassische Patronendrucker
- Nachteil: Höherer Anschaffungspreis — dafür deutlich günstiger im Unterhalt
Für wen das Epson EcoTank ET-2870 nicht die richtige Wahl ist: Wer nur alle paar Monate ein einzelnes Blatt druckt, zahlt mit einem günstigeren Laserdrucker weniger Anschaffungspreis, siehe das Brother HL-L2400DW weiter unten.
Brother HL-L2400DW
Das Brother HL-L2400DW ist ein reiner Schwarzweiß-Laserdrucker, ohne Scannen oder Kopieren. Genau darin liegt seine Stärke: weniger Technik, weniger mögliche Fehlerquellen. Der mitgelieferte Starter-Toner reicht laut Amazon-Angabe für rund 700 Seiten, Nachfülltoner ist bei diesem Modell vergleichsweise günstig. Für alle, die vor allem Dokumente, Formulare oder Bahntickets drucken, reicht dieses Gerät völlig aus.
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- Reiner Schwarzweiß-Laserdrucker, kein Scannen oder Kopieren
- WLAN-Druck über AirPrint und Mopria
- Automatischer Duplexdruck (beidseitiges Bedrucken ohne Umdrehen des Blatts)
- Starter-Toner für ca. 700 Seiten im Lieferumfang
ca. 120 €* — Preis kann abweichen
- Vorteil: Trocknet nicht ein, ideal für seltenes Drucken
- Vorteil: Günstigster Nachfülltoner in diesem Vergleich
- Vorteil: Einfaches Bedienfeld, wenige Fehlerquellen
- Nachteil: Kein Scannen oder Kopieren möglich — dafür der günstigste Preis in diesem Vergleich
Für wen das Brother HL-L2400DW nicht die richtige Wahl ist: Wer auch scannen oder kopieren möchte, findet dies beim Epson EcoTank ET-2870 weiter oben oder beim Brother DCP-L2660DW weiter unten.
Brother DCP-L2660DW
Das Brother DCP-L2660DW verbindet die Zuverlässigkeit eines Laserdruckers mit einem Scanner und einem automatischen Vorlageneinzug für 50 Blatt. Mehrseitige Dokumente lassen sich damit ohne einzelnes Auflegen jeder Seite scannen oder kopieren. Das Gerät druckt ausschließlich in Schwarzweiß, für Farbdokumente eignet es sich nicht.
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- Schwarzweiß-Laser mit Drucken, Scannen und Kopieren
- Automatischer Vorlageneinzug für 50 Blatt
- WLAN-Druck über AirPrint und Mopria
- Automatischer Duplexdruck
ca. 230 €* — Preis kann abweichen
- Vorteil: Laser-Zuverlässigkeit mit Scannen und Kopieren kombiniert
- Vorteil: Automatischer Vorlageneinzug erspart einzelnes Auflegen
- Vorteil: Trocknet nicht ein, auch bei seltenem Gebrauch
- Nachteil: Teuerster Anschaffungspreis in diesem Vergleich — dafür einzige Kombination aus Laser und Vorlageneinzug hier
Für wen das Brother DCP-L2660DW nicht die richtige Wahl ist: Wer gelegentlich auch Fotos in Farbe drucken möchte, ist mit dem Epson EcoTank ET-2870 weiter oben besser beraten.
Vorsicht bei Einsteiger-Tintenstrahl-Multifunktionsgeräten
Im Handel stehen häufig sehr günstige Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte für 40 bis 70 €, meist von HP oder Canon in der jeweiligen Einsteigerklasse. Fair bleiben heißt hier: Diese Geräte drucken bei regelmäßigem Gebrauch oft völlig zufriedenstellend, und der niedrige Anschaffungspreis wirkt zunächst attraktiv. Das Problem zeigt sich erst später, bei seltenem Drucken: Die mitgelieferten Patronen sind oft nur wenig gefüllt, die Druckdüsen trocknen bei Pausen von mehreren Wochen ein, und Ersatzpatronen kosten pro Nachkauf teils mehr als der ursprüngliche Kaufpreis des Druckers. Wer nur gelegentlich druckt, zahlt bei dieser Gerätekategorie über die Zeit oft deutlich mehr als bei einem Tintentank- oder Laserdrucker. Wer regelmäßig, mehrmals wöchentlich, in Farbe druckt, kann mit einem solchen Gerät trotzdem gut zurechtkommen — die Warnung gilt vor allem für Wenigdrucker.
Für wen eignet sich welcher Drucker?
Nicht jede Situation verlangt nach demselben Modell. Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung.
- Für die meisten Haushalte: das Epson EcoTank ET-2870, mit Drucken, Scannen und niedrigen Folgekosten.
- Für alle, die nur gelegentlich einzelne Dokumente drucken: das Brother HL-L2400DW, günstig in Anschaffung und Nachkauf.
- Für alle, die viel scannen oder mehrseitige Dokumente kopieren: das Brother DCP-L2660DW, dank automatischem Vorlageneinzug.
- Für alle, die regelmäßig und in Farbe drucken: Ein Einsteiger-Tintenstrahlgerät kann hier sinnvoll sein, siehe den Abschnitt weiter oben.
- Für alle, die vom Laptop aus drucken möchten: Mehr zur passenden Grundausstattung finden Sie in unserem Ratgeber Laptop für Senioren.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich ein Tintentank-Drucker wirklich, auch wenn er teurer in der Anschaffung ist?
In den meisten Fällen ja. Der höhere Kaufpreis gleicht sich durch die niedrigeren Kosten pro Seite meist innerhalb der ersten ein bis zwei Nachfüllungen wieder aus. Wer nur sehr selten druckt, kann alternativ auch mit einem günstigeren Laserdrucker gut fahren, siehe den Vergleich weiter oben.
Warum trocknen Tintenstrahldrucker bei seltenem Gebrauch ein?
Die Tinte liegt als Flüssigkeit in feinen Düsen. Steht ein Drucker über Wochen still, trocknet die Tinte in diesen Düsen an und verstopft sie teilweise. Laserdrucker sind davon nicht betroffen, weil der Toner als Pulver vorliegt und nicht antrocknen kann.
Wie funktioniert WLAN-Druck vom Handy genau?
Bei einem iPhone übernimmt die Funktion AirPrint die Verbindung automatisch, sobald Drucker und Handy im selben WLAN sind. Bei Android-Geräten geschieht dies über den Mopria-Standard. In beiden Fällen genügt es, in der Foto- oder Dokumenten-App auf „Teilen“ und dann auf „Drucken“ zu tippen.
Brauche ich zwingend einen Farbdrucker?
Nur, wenn Sie regelmäßig Fotos oder farbige Dokumente drucken möchten. Für Briefe, Formulare, Rechnungen oder Bahntickets reicht ein Schwarzweiß-Laserdrucker völlig aus und ist meist günstiger im Unterhalt.
Ist die Einrichtung wirklich einfach genug für Ihre Mutter oder Ihren Vater?
Die Ersteinrichtung über WLAN dauert bei allen drei Geräten in diesem Vergleich etwa zehn bis fünfzehn Minuten und läuft über ein Menü direkt am Gerät. Danach läuft der WLAN-Druck vom Handy oder PC automatisch, ohne weitere Schritte.
Was, wenn beim Einrichten etwas schiefgeht — können Sie das aus der Ferne lösen?
Teilweise. Die WLAN-Verbindung selbst lässt sich meist nur direkt am Gerät herstellen, weil ein Netzwerkname eingegeben oder ein Knopf gedrückt werden muss. Ist der Drucker einmal im WLAN eingerichtet, lässt sich die weitere Einrichtung von Apps und Druckeinstellungen auf dem Computer oft auch per Fernwartung begleiten.
Fazit: Welcher Drucker für zuhause ist die richtige Wahl?
Für die meisten Haushalte lohnt sich das Epson EcoTank ET-2870, weil es Drucken, Scannen und Kopieren mit niedrigen Folgekosten verbindet. Wer nur gelegentlich einzelne Dokumente druckt, kommt mit dem günstigeren Brother HL-L2400DW ebenso gut zurecht. Wer viel scannt oder mehrseitige Dokumente kopiert, greift zum Brother DCP-L2660DW. Wichtig bleibt in jedem Fall: Rechnen Sie beim Kauf die Kosten pro Seite mit ein, nicht nur den Anschaffungspreis.
Nehmen Sie sich für die Entscheidung ruhig etwas Zeit und überlegen Sie vorher ehrlich, wie oft Sie tatsächlich drucken. Innerhalb der Rückgabefrist lässt sich jedes der drei Modelle bei Amazon unkompliziert zurückgeben, falls es doch nicht passt.