Ein Familienmitglied oder ein Verein hat Sie zu einem Zoom-Meeting eingeladen, und Sie wissen nicht genau, was nach dem Klick auf den Link passiert. Die Antwort ist einfach: Ein eigenes Zoom-Konto brauchen Sie als Teilnehmer nicht, der Einladungslink allein genügt. Diese Anleitung zeigt, wie Sie beitreten, wie Mikrofon und Kamera funktionieren und was zu tun ist, wenn kein Ton zu hören ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Für die Teilnahme an einem Zoom-Meeting reicht der Einladungslink, ein eigenes Konto ist nicht nötig.
- Sie können entweder über den Internet-Browser beitreten oder vorab die kostenlose Zoom-App installieren.
- Ein Mikrofon-Symbol mit roter durchgestrichener Linie zeigt an, dass Sie stummgeschaltet sind.
- Bleibt der Ton aus, liegt es meist an einem falsch ausgewählten Lautsprecher oder Mikrofon in den Zoom-Einstellungen.
- Für spontane Videogespräche mit der Familie, ohne geplanten Termin, eignet sich oft der Videoanruf in WhatsApp einfacher.
Was Sie für ein Zoom-Meeting brauchen
Sie benötigen ein Gerät mit Internetzugang, zum Beispiel einen Computer, ein Tablet oder ein Smartphone, sowie eine funktionierende Kamera und ein Mikrofon. Bei einem Laptop oder Tablet sind beide meist bereits eingebaut. Ein Tablet eignet sich für Videogespräche besonders gut, weil Bild und Bedienung größer ausfallen als auf einem Smartphone. Worauf es bei der Auswahl ankommt, erklärt unser Ratgeber Tablet für Senioren. Kopfhörer mit Mikrofon sind nicht zwingend nötig, verbessern aber die Tonqualität und verhindern ein Echo.
So nehmen Sie ohne eigenes Konto teil
Die einladende Person schickt Ihnen vorab einen Link, meist per E-Mail oder Nachricht. Die folgenden Schritte führen von diesem Link bis ins Meeting.
1
Auf den Einladungslink tippen
Öffnen Sie die E-Mail oder Nachricht mit der Einladung und tippen Sie auf den enthaltenen Link. Ihr Gerät öffnet daraufhin den Internet-Browser oder, falls bereits installiert, direkt die Zoom-App.
2
Beitritt über den Browser wählen
Ist die Zoom-App auf Ihrem Gerät nicht installiert, bietet die Internetseite eine Möglichkeit, direkt im Browser beizutreten, ohne etwas herunterzuladen. Dieser Hinweis erscheint meist als kleinerer Link unterhalb eines großen Download-Buttons. Möchten Sie stattdessen die App nutzen, folgen Sie einfach dem großen Button und installieren die App einmalig.
3
Namen eingeben und Kamera-/Mikrofonzugriff erlauben
Geben Sie den Namen ein, unter dem die anderen Teilnehmer Sie erkennen sollen. Fragt Ihr Gerät nach der Erlaubnis für Kamera und Mikrofon, bestätigen Sie diese Frage. Ohne diese Erlaubnis sehen und hören Sie die anderen zwar, werden selbst aber nicht gesehen oder gehört.
4
Auf den Einlass durch den Gastgeber warten
Bei vielen Meetings entscheidet die Person, die eingeladen hat, wer hereingelassen wird. Sie sehen in diesem Fall kurz einen Warteraum-Bildschirm. Das ist normal und dauert meist nur wenige Sekunden.
Mikrofon und Kamera: die Grundlagen
Am unteren Bildschirmrand zeigt Zoom eine schmale Leiste mit Symbolen für Mikrofon und Kamera. Ein Klick oder Antippen schaltet die jeweilige Funktion ein oder aus. Ist das Mikrofon-Symbol mit einer roten, durchgestrichenen Linie dargestellt, sind Sie stummgeschaltet: Die anderen Teilnehmer hören Sie in diesem Zustand nicht.
Das Stummschalten ist keine Fehlfunktion, sondern eine bewusste Funktion. In einem Gespräch mit vielen Teilnehmern schaltet sich fast jeder stumm, sobald er selbst gerade nicht spricht. So entsteht kein störendes Hintergrundgeräusch aus mehreren Wohnungen gleichzeitig. Möchten Sie sprechen, tippen Sie kurz auf das Mikrofon-Symbol, um sich selbst wieder hörbar zu machen, und danach erneut, um sich wieder stummzuschalten.
Häufige Probleme
Sie hören die anderen Teilnehmer nicht
Prüfen Sie zunächst die Lautstärke Ihres Geräts. Bleibt es trotzdem still, ist häufig der falsche Lautsprecher ausgewählt, etwa Kopfhörer statt der eingebauten Lautsprecher. Diese Auswahl lässt sich über den kleinen Pfeil neben dem Mikrofon-Symbol ändern. Wählen Sie dort das gewünschte Gerät erneut aus.
Die anderen hören Sie nicht
Prüfen Sie zuerst, ob Sie versehentlich stummgeschaltet sind (rote Linie am Mikrofon-Symbol). Bleibt das Problem bestehen, ist wie beim Lautsprecher oft das falsche Mikrofon ausgewählt. Auch hier hilft der kleine Pfeil neben dem Mikrofon-Symbol zur Auswahl des richtigen Geräts.
Das Bild ruckelt oder friert ein
Das deutet meist auf eine schwache Internetverbindung hin. Schalten Sie versuchsweise Ihre eigene Kamera kurz aus. Bild überträgt deutlich mehr Daten als reiner Ton und entlastet die Verbindung spürbar. Ein Wechsel näher zum WLAN-Router hilft häufig ebenfalls.
Alternative für Familiengespräche: der WhatsApp-Videoanruf
Zoom eignet sich gut für geplante Termine mit mehreren Teilnehmern, etwa einen Vereins- oder Arzttermin. Für ein spontanes Gespräch mit einem einzelnen Familienmitglied ist der Videoanruf in WhatsApp häufig der einfachere Weg, weil kein Link und keine getrennte App nötig sind. Haben Sie WhatsApp noch nicht eingerichtet, führt unsere Anleitung WhatsApp einrichten: Schritt für Schritt erklärt durch die Ersteinrichtung.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich Zoom installieren, um teilzunehmen?
Nein. Als Teilnehmer können Sie über den Internet-Browser beitreten, ohne etwas zu installieren. Nehmen Sie regelmäßig an Zoom-Meetings teil, ist die App dennoch praktisch, weil der Beitritt dann meist mit einem Klick startet.
Kostet die Teilnahme an einem Zoom-Meeting etwas?
Für Sie als Teilnehmer entstehen keine Kosten. Ein möglicher kostenpflichtiger Tarif betrifft ausschließlich die Person, die das Meeting erstellt und zu langen Gruppengesprächen einlädt.
Sehen mich die anderen Teilnehmer, auch wenn ich nichts sage?
Ja, solange Ihre Kamera eingeschaltet ist. Stummschalten betrifft ausschließlich den Ton, nicht das Bild. Möchten Sie weder gesehen noch gehört werden, schalten Sie zusätzlich zum Mikrofon auch die Kamera über das entsprechende Symbol aus.
Was, wenn beim Beitreten etwas nicht funktioniert: Kann mir jemand aus der Ferne helfen?
Ja. Eine helfende Person kann Sie am Telefon durch die Schritte führen, während Sie beide auf den eigenen Bildschirm schauen. Bei wiederkehrenden Problemen lohnt sich zusätzlich eine Fernwartungs-App wie TeamViewer, mit der ein Angehöriger den Bildschirm direkt mitsehen kann.
Brauche ich für Zoom unbedingt einen Computer?
Nein. Zoom funktioniert genauso auf einem Tablet oder Smartphone über die kostenlose App. Für ein Gespräch mit mehreren Personen gleichzeitig ist ein größerer Bildschirm, etwa ein Tablet, angenehmer als ein kleines Smartphone-Display.
Fazit: Der Einladungslink genügt
Für ein Zoom-Meeting brauchen Sie als Teilnehmer weder ein eigenes Konto noch zwingend die installierte App. Der Einladungslink führt Sie in wenigen Schritten direkt ins Gespräch. Bleibt der Ton aus, hilft in den meisten Fällen ein Blick auf die Lautsprecher- und Mikrofonauswahl neben dem Mikrofon-Symbol. Für spontane Gespräche innerhalb der Familie bleibt der WhatsApp-Videoanruf oft der schnellere Weg.